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Der "Krone der Schöpfung" wird die Krone aufgesetzt

Dieser Blogbeitrag macht bei der "Blogparade" mit.

 

Nun ist sie überall, weltweit, und hat massive Auswirkungen auf unser aller Leben. Sie ist so winzig klein, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht sehen kann. Diese winzig-winzige Krone - das Kronen-Virus.

 

Wo viele Menschen, besonders in den reichen Industrienationen, sich mit noch mehr unnötigem Plunder ein-decken, ent-decken Menschen, die bereits großflächig von Quarantänemaßnahmen betroffen sind, ihre Soldiarität und stellen sich auf Balkone und an offene Fenster und Singen und Musizieren gemeinsam, z. b. hier und hier. Hätten sie das auch gemacht, wenn es keine Quanrantäne gäbe?

 

Kleine Videos zeigen bereits die positiven Auswirkungen, die das Fehlen von Massentourismus auf die Natur und Umwelt hat (hier) und in der hauptbetroffenen Zone Hubei, wie auch in Gesamtchina, ist die Luftverschutztung derart zurück gegangen, dass man dies sogar aus dem Weltraum sehen kann (hier).

Wo jahrzehntelange Konferenzen und Klimagipfel kaum bis nur mäßige Erfolge in den Bereichen Klima- und Umweltschutz verzeichnen konnten, klappen innerhalb von nur wenigen Wochen Maßnahmen, von denen die GipfelteilnehmerInnen, wie auch die KlimademonstrantInnen, nur träumen können. Als ob da eine Absicht dahinter stecken würde (aber ich schweife hier jetzt nicht in Verschwörungstheorien ab...).

 

Jetzt bleibt die Frage, wird das von Dauer sein? Wenn jetzt schon wieder Regierungschefs und -chefinnen nebst Finanz- und WirtschaftsministerInnen Gelder für "die Wirtschaft" in schwindelerregenden Höhen versprechen und ganz bestimmt auch auszahlen werden. An die Wirtschaft, die zu 99% - auch durch die Globalisierung - an den Umweltschäden Schuld ist. Weiter so?

Oder sollten wir diese Chance, die uns ein winziges Virus gibt, nicht ergreifen und endlich (!!!!) dieses kranke, kapitalistische, neoliberale, patriarchale System überwinden und uns auf die Dinge konzentrieren, die jetzt wirklich, wirklich wichtig sind? Solidarität. Gemeinsamkeit. Grenzen überwinden, auch, wenn aktuell gerade alle nationalen Grenzen geschlossen werden. Wieder lokal wirtschaften mit lokalen, nachhaltigen Kreisläufen, wozu die geschlossenen Grenzen ja direkt auffordern. Statt den Zwang zum Geld verdienen, egal unter welchen Umständen (prekäre Minijobs, unsichere Honorarverträge, Prostitution) ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Die Menschen ins Zentrum setzen und nicht die weit enfernt lebenden Shareholder (örtlich und ideell) und die Bruttoinlandsproduktionen, die nur zeigen, wie "toll und wirtschaftswachsend" und damit Natur ausbeutend, eine Nation ist. Die Mensch wieder als "Krone der Schöpfung" sehen, nicht die Großindustrien.

 

Wer eine "Krone" trägt, trägt auch Verantwortung für alles Leben um sich.

 

Die ersten "Kronen", die Menschen trugen, waren Kronen aus den Geweihen von Rentieren, Hirschen und Ur-Rindern, vielleicht sogar noch mit deren Schädeldecken. Sie waren verziert mit Vogelschwingen, Muscheln, Tierzähnen, Fellen, Blumen und Gräsern und es waren die Menschen, die in direktem Kontakt mit ihrer Mitwelt standen, mit den Geistern der Tiere und den AhnInnen der Sippe - die Schamanin und der Schamane. Aber niemals trugen "Führer" der Sippe Kronen, denn in unserer frühen Zeiten lebten wir egalitär natur-und-mütterzentriert und unsere AhnInnen brauchten keine "Anführer". Es gab sie schlicht nicht. Die kamen erst recht spät mit den Kurgan-Warlords aus dem Kaukasus vor ca. 4.500 Jahren.

 

Diese natürlichen Kronen mussten wir ablegen, abgeben, an einen männlichen "Schöpfergott", größtenteils unter massiver Gewaltausübung (siehe Kurgan, weiter über die Griechen, Römer, Christen bis hin zu den neoliberale Kapitalisten). Bis in jüngste Zeiten hinein, ja aktuell auch heute noch, werden indigene Völker massivst bedroht, vertrieben und getötet im Namen des EINEN Schöpfergotts und seines willfährigen Vasallen Kapitalismus (wobei der Vasall mittlerweile den Gott-König vom Thron gestoßen hat).

Der Monotheismus hat dem männlichen Menschen die Krone aufgesetzt, um ihn zu seinem Statthalter auf Erden zu machen. Aber es ist nicht mehr die Krone der Einheit mit der Mitwelt, in der alle Menschen nur ein kleiner Teil sind. Es sind jetzt die Kronen der Priester und die Kronen der Herrscher, Männer, die sich getrennt sehen vom Natürlichen, vom Weiblichen und vom Mütterlichen. Die Krone hat sich zum Symbol der Unterdrückung und Ausbeutung der (weiblichen) Menschen, Tiere und Mitwelt entwickelt.

 

So mag es nur gerecht und billig sein, wenn der kaptialistische Mensch durch eine winzig-winzig kleine Krone wieder an seinen natürlichen Platz gerückt wird.

 

Ich bin gespannt, wie die Welt in ein paar Wochen aussieht.

 

To be continued!

 

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